Beweissicherung und Unfallanalyse
nach Verkehrsunfällen
Grundlage der Unfallanlyse ist u. a. die Beweissicherung.
Durch das Selektieren der unfallrelevanten Spuren unmittelbar nach dem Unfallgeschehen
- auf der Fahrbahn (Splitterfelder, Endlagen und Endstellungen)
- Untersuchung, Überprüfung und Klärung der Frage zur Kompatibilität und Plausibilität des Unfallgeschehens
- an den beteiligten Fahrzeugen und Personen (Kontaktspuren und relevante Beschädigungen)
- anhand der Lage und Umgebung (Lichtverhältnisse, Einsehbarkeit der Straßen und Witterung)
- durch Prüfung auf mögliche, unfallursächliche technische Mängel (Bremsen, Reifen, Elektronik und Glühlampen)
an Ort und Stelle kann das Toleranzfeld zur späteren Ergebnisfindung eingegrenzt
und eine an Fakten geknüpfte Aussage zum Unfallgeschehen abgegeben werden.
Ist die Sachlage nach einem Verkehrsunfall unklar, streiten sich die beteiligten Parteien oftmals über den Hergang und um die Schuldfrage.
Mit Hilfe der gesicherten Unfallspuren vor Ort, der Endlagen, der Endstellungen und der Beschädigungen an den Fahrzeugen werden
- die relevanten Geschwindigkeiten (z. B. Kollisions- und Bremsausgangsgeschwindigkeiten)
- die kollisionsbedingte Geschwindigkeitsänderung
- der Kollisionsverlauf
- der weg-zeit-mäßige Zusammenhang
- die Frage nach der Vermeidbarkeit (räumlich und zeitlich)